Der Online-Kurs „Ptzlich zu Hause pflegen“ ist geschlossen!

Almut Laudien
© Axel Kirchhof

Liebe Blog-Besucher,

bevor ich Ihnen erklre, warum ich den Online-Kurs „Pltzlich zu Hause pflegen“ geschlossen habe, mchte ich Ihnen mein neues Projekt vorstellen.

„RAUS AUS DER RENTENFALLE“

In diesem Projekt duze ich meine Leserinnen, weil wir uns alle in der selben Ausgangssituation befinden und das selbe Ziel verfolgen.

„RAUS AUS DER RENTENFALLE“ ist eine neue Internetseite fr Dich, wenn Du Angst vor der vom Staat vorprogrammierten Rentenarmut hast und diese fr Dich selbst abwenden willst.

Ich werde Dir zeigen, wie ich das vermittelte Wissen aus Online-Kursen und Bchern direkt anwende, um ein erfolgreiches Internet-Unternehmen aufzubauen.

Ich selbst habe mir dieses Wissen angeeignet, weil ich durch die Pflege meiner Angehrigen in die Rentenfalle getappt bin.

Deshalb mchte ich nicht nur mein Leben selbst in die Hand nehmen und mich nicht von der Sozialhilfe abhngig machen, sondern auch mglichst viele Frauen mitnehmen und begleiten, die sich in der selben Lage befinden.

Indem Du Mitglied bei mir wirst, kannst auch Du Dir Dein Internet-Business parallel mit mir gemeinsam aufbauen.

Fr mehr Informationen empfehle ich Dir meinen kostenlosen Report

Die 5-Schritte-Methode zu einem erfolgreichen Internetunternehmen“


Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben! Ich halte mich an den Datenschutz!

Kommen wir nun zu meinem persnlichen Grund, warum ich den Online-Kurs „Pltzlich zu Hause pflegen“ hiermit beende.

Ich habe nur noch meine Schwiegermutter, die ich seit September 2015 bereits in der Pflegestufe III pflege.

Seit dem Januar 2016 erhlt sie den Pflegegrad IV. Das ist der hchste Pflegegrad, den eine pflegebedrftige Person erhalten kann.

Ich werden also nie wieder Besuch vom MDK erhalten, der die Pflegesituation meiner Schwiegermutter nach dem im Januar 2016 geltenden neuen Pflegegesetz, einschtzen wird.

Deshalb werde ich keine weiteren Erfahrungen in diesem Bereich mehr sammeln knnen.

Das Besondere aus meinem Kurs waren meine vielen eigenen Erfahrungen, mit denen ich vielen Menschen helfen durfte.

Mit meinem neuen Projekt aber kann ich dem selben Personenkreis helfen, weil uns allen, die wir wegen der Pflege unserer Angehrigen nicht mehr einer Vollzeitstelle nachgehen knnen oder gar in Hartz IV gerieten, Altersarmut droht!

Wir bekommen alle deswegen unsere Rentenpunkte nicht voll, denn wir erhalten nicht einmal einen vollen Rentenpunkt, wenn wir unsere Angehrigen in der hchsten Pflegestufe bzw. im hchsten Pflegegrad pflegen.

Ich habe schon lange fr mich beschlossen, dass ich mich nicht mit einer Mindestrente zufrieden geben will!

Ich will mein Leben in meine eigenen Hnde nehmen!

Deshalb habe ich all die Jahre jeden einzelnen Cent fr meine Bildung investiert.

„Bildung hat die hchste Rendite“, ich wei nicht, wer das gesagt hat, aber es ist wahr!

Liebe Gre

Almut Laudien

PS.: Der Online-Kurs „Pltzlich zu Hause pflegen“ ist aber noch online, doch nur auf unter einer anderen Internetadresse zu finden. Er wird nur nicht mehr aktualisiert.

Hier ist die neue Internetadresse fr alle, die dort noch eine Mitgliedschaft haben:

http://raus-aus-der-rentenfalle.info

 

Der Weltazheimertag

Liebe Blog-Besucher,

anlässlich des Weltalzheimertag war ein Frensehteam von „Glashaus TV“ bei uns zu Hause, welches für die RTL Sendung „Punkt 12“ meine ganz persönliche Pflegegeschichte aufnehmen wollte.

Was dabei herauskam, können Sie sich in dem Live-Mitschnitt, welchen ich am 21.09.2015 vom RTL Mittagsmagazin Punkt 12 aufgezeichnet habe, ansehen:

Zu diesem Video erhielt ich als Kommentar von Frau Renate Ziegler volgendes sehr passendes Gedicht, welches ich hier mit ihrer Genehmigung veröffentlichen darf:

für Almut und alle die ihre Lieben Pflegen zum Weltalzheimertag:

PFLEGEFALL PFLEGE

Pflegefall Pflege, im ganzen Land,

wir liegen am Boden, ausgebrannt.

Die Pflege braucht Hilfe, Alarmstufe Rot.

Hilfe, wir sind in grosser Not.

*

Es bricht uns das Herz, mit anzusehen,

wie Kranke und Alte um Hilfe flehen.

Doch jeder von uns hat nur zwei Hände,

wir sind mit unseren Kräften am Ende.

Der Politik ist das immer noch schnurz,

die Alten und Kranken, sie kommen zu kurz!

Es ist keine Zeit, für ein liebes Wort,

gleich heißt es wieder „Ich muss fort.“

Drum will auch niemand in ein Heim,

denn dort ist er oft ganz allein.

*

Wer anfängt zu weinen oder läuft weg,

bekommt dann Drogen und anderen Dreck,

wird ruhig gestellt und abgeschaltet,

so wird, was mal Mensch war, als Fall nur verwaltet.

*

Chemisch vergewaltigt und entmündigt,

sich dann schon bald der Tod ankündigt.

Wer Pech hat, für den wird es ein langes Sterben,

das ist dann im Alter die Hölle auf Erden.

*

Fein säuberlich wird jeder Handgriff notiert,

dabei wird gelogen ganz ungeniert.

Das gibt dann gute Pflegenoten

und dazu schweigen – nicht nur – die Toten.

*

Auf diese Weise werden Profite gemacht,

die Wirtschaft boomt, der Unternehmer lacht.

Wir opfern Alte und Kranke, für schnöden Profit,

und die engagierten Pflegekräfte gleich mit.

Die werden dann der nächste Pflegefall,

Pflegenotstand überall!

*

Also opfern wir Angehörigen uns auf

und gehen dabei selber drauf.

Denn wir als Töchter oder Söhne

bekommen für Pflege keine Löhne.

Wir müssen unser Erspartes aufessen,

und  unser Erbe können wir vergessen.

Wir werden mit Hartz 4 abgespeist,

und auf dem Amt heisst es dann noch dreist:

„Sie müssen sich eine Arbeit suchen,

sonst gibt es für Sie kein Stück vom Kuchen.“

*

Also leben wir von Wasser und Brot

und vom Pflegegeld, in unserer Not.

Denn selbst das Existenzminimum wird noch gekürzt,

es sei denn, wir hätten uns in Erwerbsleben gestürzt.

Die Arbeit, die wir leisten, wird nicht gesehen,

wir müssen beim Amt um Almosen flehen.

*

Warum sind wir die Pflegesklaven der Nation?

Wieso bekommen wir keinen irdischen Lohn?

Für’s Waschen, Windeln und Betreuen,

und den Papierkrieg,  den wir nicht scheuen.

Für stundenlanges Hängen in Wartschleifen,

um einen Termin oder Rezept zu ergreifen.

Oder wir können das Haus nicht verlassen,

weil wir sonst den Rückruf vom Arzt verpassen.

Und nachts können wir nicht schlafen vor Sorgen,

oder weil Oma rumgeistert bis zum Morgen.

*

Entscheiden müssen wir fast alles allein,

eventuell redet uns noch jemand drein.

Auch werden wir häufig ganz ungeniert,

von der Pflegekasse falsch informiert.

Dann müssen wir um unsere Rechte streiten,

und auch noch einen Anwalt einschalten.

*

Wir pflegen und kümmern uns um Oma

und fallen irgendwann ins Erschöpfungskoma,

oder in eine schwere Depression,

auch haben wir Rücken, das ist dann der Lohn.

Und in unserem eigenen Alter,

brauchen wir leider keinen Vermögensverwalter.

*

Die Pflege liegt am Boden und muss sich erheben,

wir können nicht immer nur geben, geben, geben….

Bei guter Pflege könnte so mancher noch gesunden,

doch sind das für Investoren nur verlorene Kunden.

*

Genauso ist es bei der forschenden Pharmaindustrie,

die verdient an patentierten Mitteln wie noch nie.

Alibiforschung findet statt an Milliarden von Tieren,

die auf grausamste Art dabei ihr Leben verlieren.

Dann wird das neue Mittel bei den Ärzten angepriesen,

und dreist dabei auf die Wissenschaft verwiesen.

Ich nenne das Betrug, Folter und Mord,

die Hölle ist auf Erden, an diesem Ort.

*

Am Ende kostet das alles unser Geld und unser Blut,

drum haltet zusammen und findet den Mut:

Sammelt alle Eure Pflege-Kräfte,

öffnet die Augen und beendet die Geschäfte

auf den krummen Rücken der Alten und Schwachen,

denn die haben ein Recht auf Leben und Lachen.

Ein Recht auf Zeit zum Essen und Genuss daran,

ein Recht auf Hilfe beim Toilettengang,

auf Menschenwürde statt Windelzwang.

*

Die Würde des Menschen ist unantastbar,

doch die Realität ist oft unfassbar.

*

Es braucht offene Ohren und helfende Hände,

mitfühlende Herzen am Lebensende

für all die Geschichten von Krieg und Not,

für Trauer und Leid und die Angst vor dem Tod.

Und auch die schönen Geschichten der Alten

von Kraft, Mut und Liebe gilt es zu erhalten.

In Würde leben, alt sein und sterben,

das wünsche ich mir – für alle Wesen  auf Erden.

Renate Ziegler, pflegende Tochter

Mit der Bitte um besondere Beachtung von:

 „Wir Pflegen e.V.“ mit der

„Initiative gegen Armut durch Pflege“,

der Flashmobbewegung „Pflege am Boden“

 und den „Pflegeaktivisten“,

„Ärzte gegen Tierversuche e. V.“,

der Hartz-IV-Aktivistin und Whistleblowerin Inge Hannemann

mit ihrem Buch „die Hartz-4-Diktatur“

und nicht zuletzt Klaus Fussek mit seinen Schriften.

Vielen Dank noch einmal an Renate Ziegler und liebe Grüße

Ihre Almut Laudien

„Pflege von Angehörigen – wer pflegt, dem droht oft Armut“

Liebe Blog-Besucher,

Im letzten Artikel schrieb ich, dass ein Fernsehteam der Sendung „frauTF“ vom WDR bei uns zu Besuch war.

"Pflege von Angehörigen-Wer pflegt, dem droht oft Armut" bei frauTV - WDR
WDR „frauTV“ 24.09.2015, 22 Uhr

Sie haben mich mit meinen pflegebedürftigen Angehörigen, meiner Schwiegermutter und meinem Vater, einen ganzen Tag mit Kamera und Mikrofon begleitet.

Da ich heute Abend den Sendetermin erfahren habe, er ist auf der Homepage von frauTV bereits aufgeführt, möchte ich diesen gleich auf meinem Blog bekannt geben:

Titel: „Pflege von Angehörigen – wer pflegt, dem droht oft Armut“

im WDR „frauTV“ am 24.09.2015, 22.00 Uhr.

Sollten Sie diese Sendung dennoch verpassen, dann können Sie diese ein ganzes Jahr lang in der Mediothek vom WDR finden.

Ich selbst muss mich überraschen lassen, was in diesem Beitrag gezeigt wird. Immerhin war einen ganzen Tag die Kamera auf uns und besonders auf mich gerichtet und im Fernsehen sieht man und nur ca 7-10 Minuten.

Schauen Sie einfach mal rein und teilen mir danach mit, wie es Ihnen gefallen hat.

Liebe Grüße

Ihre Almut Laudien

 

Meine Pflege-Geschichte in „Frau TV“ im WDR

Liebe Blog-Besucher,

Almut Laudien Foto von: © Axel Kirchhof
Almut Laudien Foto von: © Axel Kirchhof

Nach unserem Artikel in der „Bild der Frau“, im Mai 2015, erhielt ich gleich nach dem Erscheinen den ersten Anruf von einer Mitarbeiterin von „Glashaus TV“. Sie sagte mir, dass sie für die RTL-Sendung „Punkt 12“ Fernsehbeiträge produziere und fragte mich, ob wir uns auch für eine Fernseh-Reportage zum Thema: Sandwich-Frauen zur Verfügung stellen würden. Nachdem ich den ersten Schrecken überwunden hatte und nach einigem Zureden dieser Reporterin sagte ich JA. Nun sollte ich ihr am Telefon meine 15-jährige Pflegegeschichte erzählen. Sie stelle mir ihre Fragen, die ich beantwortete. Einige Tage später erhielt ich aber eine Mail von ihr, in der sie mir mitteilte, dass unser Sohn für den Sender schon und diese Geschichte schon zu alt sei. Sie brauchte eine Familie mit einem oder mehreren Kind/er, welche bis maximal 14 Jahre alt sind. Ich war nicht traurig über diese Absage, denn im Fernsehen zu berichten war etwas ganz anderes als ein paar Fotos in der Zeitschrift…

Doch es kam eine erneute Chance:

Nach dem „Bild der Frau-Artikel“ trat ich den Verein „Wir Pflegen“ bei. Zu diesem Verein gehört auch die Initiative „gegen Armut durch Pflege“, durch deren Aufruf ich mich für den Zeitungsbericht bereitgestellt hatte.

wir-pflegen-logoAm 02. Juni 2015 erhielt ich von der Frau Hallermann von der Initiative „Armut durch Pflege“ eine Mail, die wie folgt begann:

„…wir erhielten aktuell eine Anfrage für ein einen Filmbeitrag in der Sendung frau TV .
Der Film-Beitrag wird ca. 7 min lang werden und gesucht werden pflegende Frauen, die durch Ihre Pflegeleistung in finanzielle Notlagen geraten, den Job aufgeben mussten ….“
Daraufhin rief ich die Reporterin von Frau TV an. Nachdem sie sich meine Geschichte angehört hatte, wollte sie mit uns unsere Pflege-Geschichte für Frau TV drehen. Sie sagte „Drei Sendungen gibt es noch vor der Sommerpause, dann habe ich im Juli Urlaub und Ende August werde ich mit meine Filmcrew zu Ihnen nach Hause kommen und das Interview mit Ihnen drehen.“
Am 26.08.2015 war es dann soweit. Da der WDR im Köln zu Hause ist, hatte die Reporterin einen Tag zuvor einen Flug nach Berlin gebucht. Das Kamerateam brachte sie aus Berlin mit. Um 9 Uhr wollten sie gemeinsam in Berlin losfahren. Ich gab ihnen noch einmal die genaue Postadresse für das Navi durch.
Kurz vor halb 11 hielten sie vor unserem Haus.
Es wurde ein aufregender Tag für die ganze Familie.
Die Reporterin hatte alles durchgeplant. Die Aufnahmen mit unseren beiden Pflegefällen, meiner Schwiegermutter und meinem Vater wurden so spontan gemacht, wie sie es zuließen. Niemand wollte die beiden überfordern.
Ich rasierte meinen Vater vor der laufenden Kamera, wir wurden gefilmt, als ich unsere Rentner zur Toilette begleitete. Natürlich ging nur ich ohne Kamera mit zum WC…
Auch ich hatte einen kleinen Familienfilm, bestehend auf Familienfotos auf Wunsch der Reporterin vorbereitet.
Die Fragen, die die Reporterin mit im Interview stellte kannte ich vorher nicht. Sie wollte, dass ich darauf ganz spontan antwortete.
Mein Mann kochte für uns alle seinen berühmten Gulasch. Zunächst deckten mein Sohn und ich vor laufender Kamera nur für Oma, Opi unseren Sohn und mich den Tisch und begannen mit unserer Mahlzeit. Es ist schon komisch, beim Essen gefilmt zu werden.
Nachdem genug vom Essen-reichen und Essen abgefilmt war, deckten wir auch für meinen Mann und das Fernsehteam den Tisch.
Nach dem Essen brachte ich die beiden Rentner wieder in Ihre Zimmer und setze sie dort in ihre Fernsehsessel.
Da aber draußen herrliches Spätsommerwetter war, machte die Crew den Vorschlag, mit den beiden einen Sparziergang zu machen. Ich ging zu Oma ins Zimmer und fragte sie, ob sie mit uns spazieren gehen möchte. Sie antwortete mit einem klaren NEIN, denn jetzt wäre ja schließlich Mittagsruhe.
Von meinem Vater erhielten wir ebenfalls eine klare Absage.
Da die Filmcrew ihre Technik schon draußen hatte und auch unsere 16 1/2 jährige Hündin schon draußen war, ging ich mit dem Filmteam und unserer Hündin eine kurze „Gassi“-Runde.
Als wir zurück kamen fragte ich meine Schwiegermutter noch einmal und siehe da: sie kam mit raus.
mein Vater hatte aber weiterhin keine Lust.
So wurden Oma und ich noch auf einem Spaziergang aufgenommen.
Kurz nach 15 Uhr verabschiedeten wir das Fernsehteam vom WDR. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis.
Wann wird der genaue Sendetermin sein? :
Frühestens am 17.09.2015 aber wahrscheinlicher am 24.09.2015.
Sobald ich den genauen Termin erhalte, teile ich ihn auf diesen Seiten mit.
Liebe Grüße
Ihre Almut Laudien

„Bild der Frau“ über „Sandwich-Frauen“

Almut Laudien in Bild der Frau: Kommentar der ChefredakteurinLiebe Blog-Besucher,

die bekannte Zeitschrift „Bild der Frau“ besuchte mich und meine Familie im Zusammenhang mit einer eigens in Auftrag gegebenen Allensbach-Studie. Mit Hilfe dieser Studie über das Institut für Demoskopie in Allenbach sollte für die „Bild der Frau“ herausgefunden werden, was wir Frauen, die neben der Erziehung der eigenen Kinder auch noch die Eltern zu Hause pflegen, uns von der Politik, der Wirtschaft, der Pflegekassen und vom eigenen Mann wünschen.

Die Reporterin Rena Beeg besuchte uns also gemeinsam mit dem bekannten Fotografen Axel Kirchhof, um einen typischen Tag in unserem Drei-Generationen-Haus festzuhalten.

Es war ein sehr aufregender und spannender Tag für unsere ganze Familie. Unsere beiden pflegebedürftigen Rentner, meine Schwiegermutter und mein Vater, gingen an diesem Tag nicht in die Tagespflege, da auch sie fotografiert werden sollten.

Während mich Frau Beeg interviewte, nahm Herr Kirchhoff die ersten Fotos vom unserem bereits 18-jährigen Sohn mit seinem Opi auf.

Mein Mann bereitete in der Zeit das Mittagessen vor. Nachdem wir gemeinsam mit unserem Besuch unser Mittag gegessen hatten, ging es mit der ganzen Familie bei herrlichstem Frühlingswetter raus zu einem Spaziergang. Axel Kirchhoff gab Regieanweisungen und hielt alles mit seiner Kamera fest. Es entstanden wunderschöne Fotos.

Nach dem Spaziergang ging die Pflege weiter. Ich rasierte und duschte meinen Vater, half meiner Schwiegermutter, die sich die Hose bekleckert hatte beim umziehen und frisierte ihr die Haare.

Bevor unser Besuch zurück nach Hamburg aufbrach, tranken wir noch gemeinsam Kaffee.

Nun begann die Zeit der freudigen Erwartung auf die „Bild der Frau“ mit dem Artikel über unsere Familie. In der Wartezeit Kommunizierte ich mit der Reporterin Rena Beeg, beantwortete noch offene Fragen und erführ, dass dieser Artikel in der Ausgabe 21 am 15.05.2015 erscheinen soll.

Ganz aufgeregt holte ich mir schon am frühen Morgen, genauer gesagt schon in der Nacht gegen 1.00 Uhr die Online-Ausgabe der „Bild der Frau“ für nur 99 Cent. Freudig überrascht fand ich auf den Seiten 28/29 den Artikel über uns. Zuerst sprangen mir die Fotos ins Auge … und dann las ich, was Frau Beeg über uns geschrieben hat.

Almut Laudien-Artikel in der Bild der Frau
Almut Laudien-Artikel in der Bild der Frau

 

 

 

Klicken Sie auf das Bild, dann können Sie diesen Artikel auf einer PDF-Datei in Ruhe selber lesen.

Vielen Dank Rena Beeg, dass Sie mir erlaubten, diesen Artikel aus der „Bild der Frau“ auf meiner Website zeigen zu dürfen. Und vor allem herzlichen Dank für diesen großartigen Artikel. Damit weiß ich, dass ich trotz Entbehrungen in den vergangenen 15 Jahren, vieles richtig gemacht habe. Zum ersten Mal wurde unsere Pflege so gewürdigt, danke! Nicht einmal unsere Geschwister sind sich dessen bewusst, welch eine große Verantwortung wir mit der Pflege auch ihrer Eltern auf uns genommen haben.

Wenn Sie, liebe Leserin oder lieber Leser Fragen zu diesem Artikel haben, freue ich mich über einen netten Kommentar. Ich werde alle Fragen sehr gern beantworten.

Liebe Grüße

Almut Laudien

Meinen Pflege-Leitfaden können Sie erwerben

Liebe Blog-Besucher,

bevor Sie zu Amazon gehen um meinen Pflege-Leitfaden zu kaufen, möchte ich Ihnen in dem folgenden Video noch eine kleine Geschichte erzählen:

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S T O P P !

Bevor Sie meinen Leitfaden kaufen habe ich HIER noch einen sehr wichtigen HINWEIS:

Sie können meinen Pflege-Leitfaden auch zusammen mit einem Kindle als passendes Lesegerät von mir geschenkt bekommen!

Sicherlich fragen Sie sich nun:

Was muss ich dafür tun?

Ganz einfach:

1. Schauen Sie sich zunächst einmal das folgende Video an,

2. Tragen Sie sich anschließend in meine Newsletter-Liste ein

 

und

3. Schauen Sie sich meine kostenlose Video-Reihe an.

In dieser kostenlosen Video-Reihe erfahren Sie, wie Sie sowohl meinen Pflege-Leitfaden, als auch das passende Lesegerät in Form eines Kindle von mir als Geschenk erhalten werden.

Viel Freude mit meinen Videos wünscht Ihnen Almut Laudien

Erste Stufe der Pflegereform 2015 von Bundeskabinett beschlossen

Liebe Blog-Besucher,

heute möchte ich Sie aus aktuellen Anlass über die wesentlichen Neuerungen der Pflegeleistungen informieren, die gestern vom Bundeskabinett beschlossen wurden. Diese Änderungen sind der erste Teil einer Pflege-Reform und sollen ab dem 01.01.2015 in Kraft treten:

  • Der Beitragssatz steigt ab Januar um 0,3 % auf 2,35% und ab 2017 auf 2,55
  • Ein Sonderfonds der sozialen Pflegeversicherung wird errichtet für die langfristige Stabilisierung der Beitragsentwicklung. Diesem Fond werden ab 2015 bis einschließlich 2033 jährlich 0,1% der beitragspflichtigen Vorjahreseinnahmen der sozialen Pflegeversicherung zugeführt.
  • Sach- und Geldleistungen werden wie folgt angepasst:
Monatlicher Betrag

Pflegestufe

bis 2014

ab 2015

Pflegesachleistung bei häuslicher Pflege

I

450 € 468 €

II

1.100 € 1.144 €
III 1.560 €

1.612 €

III Härtefälle 1.918 €

1.995 €

Pflegegeldleistung bei häuslicher Pflege

I

235 € 244 €

II

440 €

458 €

III 700 €

728 €

Wohngruppenzuschlag je Pflegebedürftigen 1

200 €

205€

Häusliche Verhinderungspflege (Grenzbetrag)

bis zu 1.560 €

bis zu 1.612 €

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

31 €

40 €

Zuschüsse zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes (je Maßnahme)

bis zu 2 557 €

bis zu 4.000 €

Teilstationäre Pflege (Tages und Nachtpflege)

I

450 €

468 €

II

1.100 € 1.144 €
III 1.550 €

1.612 €

Kurzzeitpflege

bis zu 1.560 €

bis zu 1.612 €

Stationäre Pflegesachleistungen

I

1.023 €

1.064 €

II

1.279 €

1.330 €

III

1.550 €

1.612 €

III Härtefälle

1.918 €

1995 €

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen

100 €2

104 €2

200 €3

208 €3

1 Anpassung um 2.67% – die Leistungen wurden erst 2013 eingeführt2 Grundbetrag und 3 erhöhter Betrag
  • Verhinderungspflege kann bis zu 6 Wochen, statt bisher 4 Wochen pro Kalenderjahr genommen werden. Zusätzlich können  biss 50% des Kurzzeitpflegebetrages als häusliche Verhinderungspflege genutzt werden.
  • Statt der zusätzlichen Betreuungsleistungen werden ab 2015 zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen (§45b) auf eine Stufe gestellt.
  • Die Bundesregierung prüft alle drei Jahre, erneut im Jahre 2017, Notwendigkeit und Höhe einer Anpassung der Leistungen der Pflegeversicherung.
  • Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1 612 Euro ab 1. Januar 2015 belaufen, wenn die Ersatzpflege durch Pflegepersonen sichergestellt wird, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind und nicht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben.
  • Bei einer Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, dürfen den Betrag des Pflegegeldes für bis zu sechs Wochen nicht überschreiten, es sei denn, die Ersatzpflege wird erwerbsmäßig ausgeübt.
  • Bei einer Ersatzpflege kann der Leistungsbetrag um bis zu 806 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Kurzzeitpflege auf insgesamt bis zu 2 418 Euro im Kalenderjahr erhöht werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet.
  • Für finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen wurde der Höchstbetrag von 2 557 – auf 4000 Euro pro Maßnahme und Pflegebedürftigen erhöht. Bei mehreren Pflegebedürftigen darf ein Höchstbetrag von (alt: 10 228 Euro) – NEU: 16000 Euro nicht überschritten werden.
  • Pflegebedürftige können ab 2015 teilstationäre Tages- und Nachtpflege zusätzlich zu ambulanten Pflegeleistungen, Pflegegeld oder der Kombinationsleistung nach §38 in Anspruch nehmen, ohne dass eine Anrechnung auf diese Ansprüche erfolgt.
  • Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu dem Gesamtbetrag von 1612 Euro ab 1. Januar 2015 im Kalenderjahr.Der Leistungsbetrag kann um bis zu 1 612 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Verhinderungspflege auf insgesamt bis zu 3224 Euro im Kalenderjahr erhöht werden. Abweichend von Satz 1 ist der Anspruch auf Kurzzeitpflege in diesem Fall auf längstens acht Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet.

Damit Sie, liebe Besucher meines Blog’s, sich ausgiebig über alle Neuerungen dieser Pflegereform informieren können, alles noch einmal ganz genau in einem E-Book zusammengestellt.

Klicken Sie HIER, wenn Sie sich das E-Book ansehen und/oder downloaden wollen.

Ich habe das bisher gültige 5. SGB XI mit der am 28.05.2014 beschlossenen Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch – Leistungsausweitung für Pflegebedürftige, Pflegevorsorgefonds (Fünftes SGB XI-Änderungsgesetz – 5. SGB XI-ÄndG) verglichen.

Hierfür verwendete ich als Quellen:

Bisheriges 5. SGB:

http://dejure.org/gesetze/SGB_XI/30.html

5. SGB XI-ÄndG Dr. Johannes Steffen – 04/2014:

http://www.portal-sozialpolitik.de/uploads/sopo/pdf/2014/2014-05-28_5_SGB-XI-AendG_Kabinettsentwurf.pdf

Liebe Grüße

Almut Laudien

Pflegende Angehörige ersparen nicht nur Vater Staat viel Geld…Teil 4

Liebe Blog-Besucher,

in meinem letzten Blog-Artikel  habe ich Ihnen vorgerechnet, dass wir dadurch, dass wir unsere pflegebedürftigen Angehörigen selbst zu Hause pflegen, dem Staat insgesamt 18.096 Euro jährlich ersparen.

Da wir aber für die zusätzlichen Betreuungsleistungen die ortsansässige Tagespflege in Anspruch nehmen, verbrauchen wir auch zusätzlich die Sachleistungen, die unseren beiden Rentnern ebenfalls zustehen.

Heute möchte ich nun im letzten Teil zeigen und vorrechnen, was sowohl unser Vater Staat als auch die Familien von meinen Schwiegereltern und Eltern, bzw. das Sozialamt, allein mit unserem „Drei-Generationen-Haushalt“  in den vergangenen Jahren eingespart hat. In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen kleinen Überblick, wie viele Monate wir wen in welcher Pflegestufe gepflegt haben. Ich habe meine gesamte Pflegezeit von 1.Juli 2000 bis 30. April 2014 in diese Rechnung mit einbezogen:

Angehöriger Pflegestufe 1 in Monaten Pflegestufe 2 in Monaten Pflegestufe 2+ in Monaten Pflegestufe 3 in Monaten
Schwiegervater 59 21   41
Schwiegermutter 18 46 17  
Vater 26 6 16  
gesamte Monate bis 01.05.2014 103 73 33 41
Tatsächliches Pflegegeld 48.290,00€ 30.480,00 € 16.865,00€

Das Pflegegeld wurde erst seit dem Juli 2008 schrittweise etwas erhöht. So erhielten wir bis zu diesem Zeitpunkt für die Pflegestufe 1 205 €/Monat für die Pflegestufe 2 405 € und für die Pflegestufe 3 625 €. In der Zeit vom 01.067. 2008 bis 31.12.2010 erhielten wir für die Pflegestufe eins 225 €, die Pflegestufe zwei 430€ und die Pflegestufe drei 685 €. Die darauf folgende Pflegestufen-Erhöhung, die ab Januar 2012 in Kraft trat, erlebte mein Schwiegervater leider nicht mehr. So erhielten wir für die Pflegestufe eins 235 € und die Pflegestufe zwei 440 € pro Monat. Im Januar 2013 traten die meisten Regelungen des Pflegeneuausrichtungsgesetztes in Kraft. Das bedeutete für uns, dass sich nach der Bewilligung der zusätzlichen Betreuungsleistungen auch das Pflegegeld für unsere beiden pflegebedürftigen Angehörigen, die wir inzwischen der Pflegestufe 2 pflegten, auch das Pflegegeld auf 525 € (Pflegestufe 2+) erhöhte.

In der nun folgenden Tabelle habe ich mit dem aktuellen Pflegegeld (von 235, 440, 525 und 700 Euro bzw mit 1.023,00, 1.279,00 und 1.550,00 €) errechnet, was wir in der Zeit der Pflege unserer 3 Angehörigen zu Hause in fast 14 Jahren sowohl dem Staat, als auch unserem pflegebedürftigen Angehörigen selber bzw seinen Kindern und/ oder dem Sozialamt erspart haben:

Pflegekosten Anteilig gesetzlicher Pflegeversicherung Versorgungslücke
Pflegestufe 1 – Heim 2.900,00 € 1.023,00 € 1.877,00 €
Pflegestufe 1 – zu Hause 235,00 € 2.665,00 €
Differenz/Monat 788,00 €
Pflegestufe 1/Heim x 103 Monate 298.700,00 € 105.369,00 € 193.331,00 €
Pflegestufe 1/zu Hause      x 103 Monate 24.205,00 € 274.495,00 €
Differenz/gesamt 81.164,00 €
Pflegestufe 2 – Heim 3.500,00 € 1.279,00 € 2.221,00 €
Pflegestufe 2 – zu Hause 440,00 € 3.060,00 €
Differenz/Monat 839,00 €
Pflegestufe 2/Heim            x 73 Monate 255.500,00 € 93.367,00 € 162.133,00 €
Pflegestufe 2/zu Hause      x 73 Monate 32.120,00 € 223.380,00 €
Differenz/gesamt 61.247,00 €
Pflegestufe 2+ – Heim 3.500,00 € 1.279,00 € 2.221,00 €
Pflegestufe 2+ – zu Hause 440,00 € 3.060,00 €
Differenz/Monat 839,00 €
Pflegestufe2+/Heim            x 33 Monate 115.500,00 € 42.207,00 € 73.293,00 €
Pflegestufe 2+/zu Hause   x 33 Monate 14.520,00 € 100.980,00 €
Differenz/gesamt 27.687,00 €
Pflegestufe3 – Heim 4.100,00 € 1.550,00 € 2.550,00 €
Pflegestufe 3 – zu Hause 440,00 € 3.660,00 €
Differenz/Monat 1.110,00 €
Pflegestufe 3/Heim             X 41 Monate 168.100,00 € 63.550,00 € 104.550,00 €
Pflegestufe 3/zu Hause      x 41 Monate 18.040,00 € 150.060,00 €
Differenz/gesamt 45.510,00 €
Eingespart für den Staat von 7/2000 – 5/2014 215.608,00 €
Eingespart für den Angehörigen und seine Familie und/oder dem Sozialamt von 7/2000 – 5/2014 748.915,00 €

Insgesamt sind es mit 964.532,00 € fast eine Millionen Euro, die wir nicht erhalten haben, obwohl die Qualität unserer Pflege in einem häuslichen Umfeld die eines jeden Pflegeheimes weit übersteigt.

Aus diesem Grunde ist es doch das Recht für jeden Pflegebedürftigen, der von seinen Angehörigen zu Hause liebevoll gepflegt wird, wenigstens die Ihm zustehende Pflegestufe mit allen dazugehörenden Leistungen auch zu erhalten!

Ich helfe Ihnen dabei, wenn Sie sich in das folgende Formular eintragen:

Pflegende Angehörige ersparen nicht nur Vater Staat viel Geld…Teil 3

Liebe Blog-Besucher,

im letzten Artikel habe ich Ihnen vorgerechnet, wie viel  mein Vater in den vergangenen fünf Jahren eingespart hat, weil wir uns entschlossen haben, ihm in unserer Kleinstadt eine altersgerechte Wohnung zu besorgen. Diese gehört keiner Senioreneinrichtung an und und ist deshalb preiswerter. Ein Jahr später haben wir auch seine Pflege selbst übernommen.

Mit einer Mietersparnis von monatlichen 680 Euro, ergaben es für 5 Jahre insgesamt sage und schreibe 40.800 Euro. Und hier noch einmal zum Mitrechnen:

680 € x 12 Monate = 8.160 € und 8.160 € x 5 Jahre = 40.800 €

Diese Zahlen und dieser ersparte Betrag beziehen sich nur auf einen Pflegebedürftigen. Wir betreuen aber zwei Rentner jeweils in der Pflegestufe 2.

Heute möchte ich Ihnen aber auch an dem Beispiel meines Vaters zeigen, was nun der Staat an Pflegekosteten einspart, wenn diese Person zu Hause gepflegt wird.

Bei meiner Recherche im Internet habe ich auf der Seite: http://www.lvm.de/ habe ich einen Pflegekostenrechner gefunden, der  mit bundesweiten Durchschnittswerten rechnet. „Die Kosten für Pflegeheime in Ihrer Nähe können hiervon zum Teil abweichen.“

Unser Beispiel ergab folgendes Ergebnis:

Pflegestufe 2 bei vollstationärer Betreuung

  • 3500 € Monatliche Pflegekosten
  • 1279 € Anteil gesetzliche Pflegeversicherung und dadurch eine
  • Monatliche Versorgungslücke von 2221 € 

In der folgenden Tabelle habe ich die Pflegekosten in der Pflegestufe 2 in den verschiedenen Einrichtungen im Vergleich zur Pflege durch Angehörige bzw. durch ambulanten Pflegedienst zu Hause dargestellt:

 

Wohnformen Pflegeheim Zimmer im Haus des Angehörigen Zu Hause pflegen lassen durch ambulanten Pflegedienst
Pflegepauschale 3.500,00 € 3.500,00 € 3.500,00 €
Anteil der Pflegeversicherung 1.279,00 € 525,00 € 1.279,00 €
Versorgungslücke 2.221,00 € 2.975,00 € 2.221,00 €

Schauen wir uns diese Tabelle einmal genauer an:

Die Pflegepauschale von 3500 € ist der Bundes-durchschnittliche Wert der Pflege. Wir Angehörigen pflegen genau wie im Pflegeheim diese pflegebedürftige Person rund um die Uhr und auch jeden Tag. Wir nehmen uns die Zeit für unsere Angehörigen, die dem Pflegepersonal meist gar nicht zur Verfügung steht. Durch die Familienanbindung zu Hause erhöhen pflegende Angehörige auch zusätzlich die Lebensqualität des Pflegebedürftigen.

Der gesetzlichen Pflegeversicherung ist diese Pflege in einem Pflegeheim oder von einem qualifizierten Pflegemitarbeiter, die weitaus weniger Zeit für den Pflegebedürftigen haben, 1279  € im Monat wert.

Ich als pflegender Angehöriger erhalte aber nur 525 € mit zusätzlichen Betreuungsleistungen. Mit uns pflegenden Angehörigen spart Vater Staat also monatlich 754 €.

Rechnen wir das wieder auf ein Jahr aus, so sieht die Rechnung wie folgt aus:

754 € x 12 Monate = 9.048 €

Da wir sogar 2 Pflegebedürftige in der Pflegestufe 2 betreuen, sparen wir für unseren Vater Staat jährlich 18.096 Euro.

Was haben wir nun insgesamt während unserer Jahre der Pflege zu Hause dem Staat an Pflegeleistungen gespart? Das werde ich Ihnen in meinem Nächsten Artikel einmal vorrechnen.

Die Versorgungslücke von monatlichen 2221 €, die ich in der Tabelle errechnet habe, bedeuten, dass diese Kosten von der Rente des Pflegebedürftigen aufgebracht werden. Ist die Rente nicht hoch genug, dann besteht die Möglichkeit, Wohngeld zu beantragen. Wohngeld erhält die betroffene Person aber nur, wenn sein Vermögen nicht 10.000 € übersteigt. Wenn die Heimkosten dann noch nicht gedeckt sind, dann kann der Rest von der Sozialhilfe übernommen werden.

Die Sozialhilfe will diese Kosten von den Angehörigen rückerstattet bekommen. Die Kinder des pflegebedürftigen sind verpflichtet, ihren Eltern Unterhalt zu zahlen. „Laut ´Düsseldorfer Tabelle von 2011´ haben Kinder einen Anspruch auf Selbstbehalt von 1.500 €.“ (Quelle: www.curendo.de)

Das ist natürlich wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Auf jeden Fall müssen diese Kosten gedeckt werden.

Nehme ich diese Zahlen als Rechengrundlage, dann müsste meine Familie keinen „Elternunterhalt“ bezahlen, wohl aber unsere Geschwister und/oder das Sozialamt. Es handelt sich hierbei immerhin pro Pflegebedürftigen in der Pflegestufe 2 um 26.652 € in einem Jahr. Für unsere beiden Pflegefälle zusammen währen es 53.304 €/Jahr, die wir entweder unseren Geschwistern oder dem Sozialamt ersparen.

Lieben Grüßen

Ihre Almut Laudien

Pflegende Angehörige ersparen nicht nur Vater Staat viel Geld…Teil 2

DIGITAL CAMERALiebe Blog-Besucher,

den Alptraum, den ich in meinem letzten Artikel erwähnt habe, hatte ich wirklich, doch die Personen waren nur erfundene Beispiele.

Mein Mann und ich pflegen derzeit meine Schwiegermutter und meinen Vater jeweils in der Pflegestufe 2 mit zusätzlichen Betreuungsleistungen. Beiden haben wir je ein Zimmer in dem Haus eingerichtet, in dem auch meine Familie wohnt. Meinen Schwiegervater hatten wir bis zu seinem Ableben im Juli 2010 drei Jahre in der Pflegestufe 3 rund um die Uhr, ebenfalls in diesem Haus gepflegt.

Wie versprochen möchte ich Ihnen einige Rechenbeispiele aus unserer eigenen Situation heraus zeigen. Doch dazu gibt es noch eine kurze Vorgeschichte:

Bevor wir meinen Vater im März 2009 in unser kleines Städtchen holten, hatte sich meine Schwester in Berlin nach einer Alterns-Gerechten Wohnung für ihn umgesehen.

Was sie fand war eine passende Wohnung in einer betreuten Wohnanlage in Spandau. Diese Wohnung hatte zwei Zimmer, Küche und Bad und sollte ohne Pflege monatlich 1200 € warm kosten. Sollte mein Vater pflegebedürftig werden, dann wäre dort auch die Pflege möglich.

Damals war mein Vater noch sehr rüstig und konnte sein tägliches leben noch völlig selbstständig organisieren.

Weil wir bereits meine Schwiegereltern pflegten, sagten wir uns, dass wir uns auch  um meinen Vater kümmern können, wenn er mal pflegebedürftig wird. Deshalb schlug ich ihm vor, mich in unserer Kleinstadt ganz unverbindlich nach einer Alterns-Gerechten Wohnung umzusehen.

Freudig ging er auf diesen Vorschlag ein. Wir fanden eine sehr schöne helle und freundliche Wohnung, die außerdem altersgerecht ausgestattet war und sich im Erdgeschoss befand. Die Sozialstation befand sich nur ein paar Hausnummern weiter.

Die Warmmiete betrug 436 Euro.

Wir fotografierten diese Wohnung bei der Besichtigung und sendeten diese Bilder meinem Vater. Nun war es an ihm, eine Wahl zu treffen. Die Berliner Wohnung befand sich ganz in der Nähe von meiner Schwester und die preiswerteste in meiner Nähe, seiner zweiten Tochter.

Meine Schwester ist aber dienstlich sehr viel unterwegs und kann sich deshalb nur sehr selten um unseren Vater kümmern. Wir dagegen waren wegen der Pflege meiner Schwiegereltern fast nur zu Hause und konnten jeden Tag nach ihm sehen. Die Wohnung in unserer Kleinstadt gefiel meinem Vater nicht nur wegen des geringeren Mietpreises besser.

So zog er schnell ein.

Fünf Jahre bewohnte er diese Wohnung, bis wir ihn dort nicht mehr allein wohnen lassen konnten. Im Januar 2014 rief er um 3.20 Uhr morgens in der Tagespflege an und fragte den Anrufbeantworter, warum er noch nicht abgeholt wurde. Ich alarmierte meine Schwester und wir waren uns schnell einig, dass unser Vater nicht mehr allein bleiben kann. Es gab nur zwei Alternativen:

  1. in ein Pflegeheim oder
  2. zu uns umziehen.

Da wir bei uns zu Hause nur noch meine Schwiegermutter pflegten und ein Zimmer für sie ausreichend ist, konnten wir das zweite Zimmer für meinen Vater einrichten.

So wohnt er seit dem ersten Februar bei uns. Ende April ist seine Kündigungsfrist um und damit sein Mietvertrag beendet.

Wohnformen

Betreutes Wohnen in Berlin – ohne Pflege

Eigene Wohnung in Kleinstadt

monatliche Mieteinsparung

Mieteinsparung der gesamten

5 Jahre:

Miete

1.200,00 €

520,00 €*

Pflegepauschale

525,00 €

Anteil der Pflegeversicherung

525,00 €

Versorgungslücke

1.200,00 €

520,00 €

680,00 €

40.800,00 €

*Warmmiete+Energie+Telefon

Im folgendem Blog-Artikel vergleiche ich unsere Situation mit der Pflege in einem Seniorenheim.

Bis zum nächsten Mal

Ihre Almut Laudien